Als Künstler oder Kulturschaffende wissen Sie, wie wichtig Kreativität und Know-how sind. Damit Sie auch bei der Umsetzung Ihrer künstlerischen Projekte keine Kompromisse eingehen müssen, unterstütze ich Sie mit maßgeschneiderten Lösungen auf geschäftsführender Ebene.

 

Ausgangspunkt meiner Beratung sind fundierte betriebswirtschaftliche Kenntnisse in der Finanz- und Organisationsplanung, langjährige Praxis im Kultursektor und Vertrautheit mit Produktionsabläufen im internationalen Bühnengeschehen. Durch die Erfahrung als Geschäftsführer mehrerer europäischer Festivals verfüge ich über ein breites europäisches Netzwerk und gründliche Kenntnis nationaler und internationaler Antragsbestimmungen.

 

Meine Kenntnisse und Erfahrungen setze ich gerne zur Entwicklung und Umsetzung innovativer Kulturprojekte ein.

News

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Letztes Jahr habe ich mit meinem Partner Thomas Kulke und der Firma Mobidev eine Software entwickelt, die das Finanzmanagement von Kooperationsprojekten im Rahmen des EU-Programms Creative Europe erleichtert. Inzwischen wurde die Software bei vier großen Projekten, die 2017 begonnen wurden, eingeführt. Dadurch nutzen bereits mehr als 100 Kulturorganisationen in ganz Europa die Software, um eine professionelle Finanzverwaltung ihres Projektes sicher zu stellen. Mehr Informationen zu CERS gibt es hier.

Diese Woche beginne ich eine 1,5-jährige Weiterbildung zum Systemischen Organisationsberater bei artop – Institut an der Humbold-Universität Berlin. In isgesamt zehn Modulen von je drei Tagen geht es vor allen Dingen um die Vermittlung unterschiedlicher Beratungsansätze- und stile und die Profilierung und Förderung des eigenen Beratungsstils. Oder, mit anderen Worten: meiner praktischen Erfahrung als Geschäftsführer von Kulturorganisationen theoretische Kenntnisse und Instrumente der systemischen Beratung hinzu zu fügen. Mehr Informationen zu der Weiterbildung gibt es hier.

In den letzten Wchen habe ich mich intensiv mit dem Thema “Kollegiale Führung” beschäftigt. Dazu hier eine Einführung, die gerne geteilt und kommentiert werden darf.

Frage der Gründer des tak THEATER AUFBAU KREUZBERG: “Wie können wir ein Leitungsmodell entwickeln, das einerseits unsere verschiedenen Stimmen, unsere verschiedenen Ausdrucksformen, unsere unterschiedlichen Talente berücksichtigt, gleichzeitig aber die komplexe Theaterarbeit ermöglicht?” Zur Eröffnung des Theaters habe in einen Versuch einer Antwort gegeben:

Die Künstlerinnen und Künstler, die das neue TAK gründen, werden nicht nur interkulturelle und transnationale Theaterarbeit zeigen. Sie möchten auch, ich zitiere, „ein kollektives, von mehreren Gruppen gleichberechtigt getragenes Leitungsmodell für ein (Freies) Theaterhaus konzipieren.“

Eine solche Ansage lässt in der deutschen Theaterlandschaft immer noch aufhorchen, so sehr ist das klassische Intendantenmodell im Stadttheater, aber auch in den Häusern der freien Szene verankert. Wieso möchte das TAK dazu eine Alternative aufzeigen? Und wie könnte eine solche Alternative aussehen? Dazu möchte ich Ihnen, als fünfter und ich verspreche Ihnen, letzter Redner heute Abend einige Antwortversuche geben.

Wenn vier Künstlergruppen gemeinsam ein Theater leiten möchten, dann ist es zunächst mal naheliegend, dass sie NICHT auf das Modell EINES EINZELNEN künstlerischen Leiters zurückgreifen.

Doch die Frage, die mir die Gründerinnen und Gründer des TAK vor einigen Monaten bei unserem ersten Gespräch gestellt haben, ging weiter: Wie können wir ein Leitungsmodell entwickeln, das einerseits unsere verschiedenen Stimmen, unsere verschiedenen Ausdrucksformen, unsere unterschiedlichen Talente berücksichtigt, gleichzeitig aber die komplexe Theaterarbeit ermöglicht?

Mit dieser Frage stehen die Gründer des TAK nicht alleine. In den letzten dreißig Jahren haben zahlreiche Firmen auf der ganzen Welt neue Formen der Leitung von Organisationen implementiert. Mich hat das Buch Reinventing Organisations von Frederic Laloux zu diesem Thema nachhaltig beeindruckt. So unterschiedlich die in diesem Buch vorgestellten Führungsmodelle auch sind, sie können alle in einem Schlagwort zusammengefasst werden: es sind kollegial geführte Unternehmen.

Ausgangspunkt ist dabei folgende Überlegung: Ein System kann mit einer komplexen und dynamischen Umgebung umso besser umgehen, je mehr eigene innere Komplexität es nutzen kann. Und innere Komplexität entsteht durch Vernetzung. Es geht um erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit im Umgang mit unerwarteten Situationen. Es geht um erhöhte Anpassungsgeschwindigkeit von Strukturen und Prozessen. Es geht darum, spontane Kooperation zu erlauben statt Probleme zu verwalten. Es geht um die Nutzung aller kreativer Ressourcen einer Organisation.

Anstelle von zentralisierter Führung durch einige exklusive Führungskräfte ist die kollegiale Führung die auf viele Kollegen und Kolleginnen dynamisch und dezentral verteilte Führungsarbeit. Ziel ist demnach nicht die Abwesenheit von Hierarchien (die gibt es auch in kollegialen Unternehmen), und auch nicht die Basisdemokratie oder die kollektive Leitung. Sondern, die Führungsarbeit auf möglichst alle Mitarbeiter zu verteilen und die Verantwortung für Entscheidungen dort anzusiedeln, wo die Arbeit effektiv anfällt – nicht Alle entscheiden alles, sondern jeder Mitarbeiter entscheidet in seinem / ihren Arbeitsbereich. Eine Konsequenz davon, und das ist vielleicht der größte Kulturwechsel, ist die Abkehr an den Glauben des einen heroischen Leiters der Organisation, der letztendlich alle Entscheidungen trifft.

Wir haben in den letzten Wochen begonnen, für das TAK eine solche kollegiale Führung auszuarbeiten. Wir haben Verantwortungskreise und Rollen definiert und festgehalten, wo welche Entscheidungen wie getroffen werden. Wie die gesamte künstlerische Arbeit ist auch dieser organisatorische / strukturelle Aspekt des Theaters under construction. Und es wird sich herausstellen müssen, ob die kollegiale Führung des TAK Modellcharakter für andere Kulturorganisationen haben kann.

Zum Abschluss noch eine persönliche Anmerkung: Der oben erwähnte Frederic Laloux spricht bei kollegialer Führung auch von „sinnstiftenden Formen der Zusammenarbeit“. Und er stellt fest, dass die von ihm untersuchten Unternehmen nie über Konkurrenz sprechen. Seine Erklärung ist verblüffend einfach: „Wenn eine Organisation wirklich für ihren Sinn lebt, dann gibt es keine Konkurrenz. Jeder, der dabei helfen kann, diesen Sinn zu verwirklichen, ist ein Verbündeter.“ Auch hier könnte das TAK in der Berliner Kulturlandschaft eine Vorreiterrolle spielen.

Es ist soweit: Unsere Software für das Finanzmanagement von Kooperationsprojekten im Rahmen des EU-Programms Creative Europe ist einsatzbereit! Unser Video gibt einen ersten Eindruck, alle weiteren Informationen dazu gibt es auf www.c-e-r-s.eu

Video

Zusammen mit meinem Partner Thomas Kulke und der Firma Mobidev habe ich in den letzten Monaten eine Web-Software für die Finanzverwaltung von Projekten im Rahmen von Creative Europe entwickelt. Die Software ist inzwischen fertig und wird nun in einem ersten Projekt getestet.  Wir finden das Tool großartig und sind gespannt, ob andere EU-Projektträger unseren Enthusiasmus teilen werden!

Seit Beginn März und bis Ende Juni übernehme ich die Interimsgeschäftsführung der Kultur Ruhr Gmbh, die unter anderem die Ruhrtriennale und die Projekte der Urbanen Künste Ruhr organisiert. Nach den ersten Wochen kann ich sagen: eine sehr anspruchsvolle und interessante Aufgabe mit einem hoch professionellen Team. Ab Anfang Juli übernimmt dann Vera Battis-Reese die Geschäftsführung.

Im Mai stellen Chris Dercon und Marietta Piekenbrock das Programm der ersten Spielzeit der neuen Intendanz der Volksbühne vor. Ich habe das Vorbereitungsteam im letzten Jahr in finanziellen Fragen beraten, und dadurch die Debatten über diesen wohl kontroversesten Intendantenwechsel im deutschen Theater der letzten Jahre aus einer privilegierten Position verfolgen können. Nun bin ich auf die Reaktionen und vor allen Dingen auf die künstlerischen Resultate gespannt!

Ende November nahm ich an einem Workshop zur Halbzeit-Evaluierung des EU-Förderprogramms KREATIVES EUROPA in Berlin teil. Die Veranstaltung war eine Initiative der Internationalen Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK) und des Internationalen Theaterinstituts (ITI) in Kooperation mit dem Creative Europe Desk KULTUR.

 

Etwa 30 Teilnehmer/innen waren vor Ort: Die erfahrenen Antragsteller/innen aus dem Kulturbereich und Vertreter/innen von Beratungseinrichtungen zum Programm diskutierten angeregt und sehr offen sowohl positive Aspekte des Programmes als auch Fragen der Außenwahrnehmung sowie Schwierigkeiten und Probleme in der Antragstellung. Die Anregungen sollen nun in die durch die  BKM vor zu bereitende Stellungnahme zur Halbzeit-Evaluierung des Programmes durch die Europäische Kommission einfließen.

Es ist ein wenig untergegangen, aber der Bund hat in seinem Haushalt 2016 zusätzliches Geld für einige spannende Kulturprojekte vorgesehen. So soll mit insgesamt 12 Millionen Euro für drei Jahre ein neues Bündnis internationaler Produktionshäuser für zeitgenössische darstellende Kunst in Deutschland gefördert werden. Folgende Theater gehören diesem Bündnis an: das Berliner Hebbel am Ufer, Kampnagel in Hamburg, das Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main, das Europäische Zentrum der Künste in Dresden-Hellerau,  PACT Zollverein in Essen, sowie Forum Freies Theater (FFT) und Tanzhaus NRW in Düsseldorf.

 

Außerdem ist für 2022 die Eröffnung eines Internationalen Tanzzentrums in Wuppertal geplant, das den Namen der Choreografin und Tänzerin Pina Bausch tragen soll. Die Hälfte der Gründungsinvestion für das Internationale Tanzzentrum in Höhe von 28,2 Millionen Euro werde vom Bund getragen. Die andere Hälfte trage die Stadt Wuppertal und das Land Nordrhein-Westfalen.

 

Und schließlich erhalten die Berliner Festspiele 9 Millionen Euro für ein Dreijahresprojekt in Kooperation mit Arte.

Leistungen

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Der Schwerpunkt der Beratung bei der Entwicklung von neuen Projekten liegt auf einer möglichst kohärenten Abstimmung von künstlerischem Inhalt, Organisation und Geschäftsführung. Ich unterstütze Sie bei der Ausarbeitung der Projektziele, der Entwicklung und Einrichtung einer Arbeitsstruktur und von Betriebsabläufen, der Budgetierung und dem Finden von Finanzierungsquellen, der Auswahl und Einarbeitung geeigneter Mitarbeiter und allen anderen betriebswirtschaftlichen Aspekten, punktuell oder für die gesamte Dauer des Projektes.

Im Fokus der Beratung von Leitern von Kultureinrichtungen steht die Entwicklung, Optimierung und Implementierung von Instrumenten der Geschäftsführung sowie die Unterstützung bei Neuorientierung und Direktionswechsel: Entwicklung einer mittel- und langfristigen Strategie, Einführung von Finanz- und Controllinginstrumenten, Optimierung von bestehenden Strukturen und Arbeitsabläufen, Mitarbeiterführung. Die Beratung kann punktuell oder längerfristig erfolgen, bis hin zur kurzfristigen temporären Übernahme der kaufmännischen Leitung oder Geschäftsführung als Interim-Manager.

Bei der Finanzierung von Kulturprojekten liegt der Schwerpunkt der Beratung auf Anträge bei der Europäischen Union und großen internationalen Stiftungen. Sie beinhaltet die Entwicklung von Dossiers, die Formulierung antragsfähiger Projekte und die Suche geeigneter Antragspartner ebenso wie die administrative und finanzielle Durchführung von geförderten Projekten.